Jugendabschlussfahrt 2010   

 

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Am Donnerstag, den 01.07.2010 brach die Vorhut der SFD Schwanheim zu ihrem Fußballsommercamp beim FC Haarbrücken (nahe Neustadt/Coburg) auf. Ausgerüstet mit zwei privaten PKW`s und zwei Bussen (der Insider würde jetzt hier auch das Wort „Büssen“ verwenden) und einem Anhänger, welche dem Verein kostenlos zur Verfügung gestellt wurden, starteten neun Leute auf die erste abenteuerliche Vereinsfahrt der Jugend. Hier gilt der Dankeskirchengemeinde und dem Autohaus Schneider, als großartigen Sponsoren für unsere Schwanheimer Jugend, unser besonderer Dank. So wurde am Donnerstag alles für die Ankunft der 39 weiteren Teilnehmer einen Tag später so um 18.30 Uhr vorbereitet. Nach einer unspektakulären Anfahrt von etwa drei Stunden, wurde das Gepäck der 48 Personen ausgeladen und es wurde inmitten des fünf Gebäude umfassenden Blockhüttendorfes unser Versorgungszelt, hier gilt unser Dank der Firma Paul Markert die uns dieses Zelt ebenfalls kostenfrei überlies, aufgebaut. Danach ging es sofort daran die Technik aufzubauen, schließlich sind wir ein Fußballverein und es ist die Weltmeisterschaft. Als erstes wurde die Stromversorgung in Angriff genommen und der mitgebrachte Kühlschrank befüllt. Nachdem sichergestellt war das der Beamer mit der Leinwand und der 5.0 Dolby Musikanlage harmoniert (auch hier ein letzter Dank an den Stefan Gegner vom Autohaus Gegner, der uns den Beamer und die Leinwand überlies) und wir damit auch noch den circa acht Kilometer entfernten Ort Haarbrücken beschallen konnten, war unser Voraustrupp bestehend aus Andrea Siegl, Jan Siegl, Jan Goetz, Helge Nohl, Andi Haug, Florian Jones, Tim Hintze, Bianca Hintze und Frank Hintze, mit dem Aussehen des Lagers sehr zufrieden. Das Abendessen wurde gemeinsam in der seit acht Generationen in Familienbesitz befindlichen ortsansässigen Brauerei „Zum Groschen“ eingenommen. Danach begab sich der Tross zurück in das Lager, um endlich in das wohlverdiente Schlafgemach zu sinken, allerdings nicht ohne sich in dieser kleinen Gruppe noch einmal vor Augen zu führen, dass es für die nächsten drei Tage das letzte Mal so idyllisch sein würde. Nach einer sehr intensiven und durchaus erholsamen Augenpflege, wurde der nächste Morgen so gegen acht Uhr begrüßt. Zu diesem Zeitpunkt waren Helge und Andrea schon aktiv und der Einkauf war erledigt, wobei die Bäckereien im Ort mit der Bestellung von 120 Brötchen für Samstag und Sonntag überfordert waren. Das Frühstück wurde gemeinsam bei strahlendem Sonnenschein im Freien eingenommen und die weiteren Vorbereitungen wurden erledigt. Ein kleiner Teil der Anwesenden machten sich auf, die Strecke für die Nachtwanderung zu erkunden, ein anderer Teil begab sich in den Ort um die Einkäufe für das Abendessen zu besorgen. An dieser Stelle muss man Helge Nohl hervorheben, der sich als Einkäufer sehr gut gemacht hat, wäre vielleicht auch ein neuer Job. Danach ging Mama „Miraculi“ an die Töpfe und zauberte eine wirklich leckere Bolognesesoße in drei Varianten (mit Schwein, nur Rind und vegetarisch). So gegen 18 Uhr setzte sich der Shuttle Service in Bewegung, um die anderen vom Bahnhof zum Lager zu bringen. Nach der Ankunft der restlichen Teilnehmer wurde als erstes Quartier bezogen und eine Versammlung einberufen, in der die jugendlichen Mitglieder auf gewisse Regeln und etwaige Konsequenzen hingewiesen wurden. Das lässt sich bei einer so großen Gruppe, auch wenn im Umkreis von acht Kilometern keine Zivilisation herrschte, nicht vermeiden. Jan Goetz nutzte diese Gelegenheit um sich bei „Mama Miraculi“, auch genannt Andrea Siegl, für ihren Einsatz zu bedanken. Ohne sie und ihre aufopferungsvolle  Arbeit im Vorfeld bei der Planung, wäre diese Fahrt nie zustande gekommen. Er listete noch einmal ihren Aufwand auf z.Bsp. den Verbrauch von vier Kisten Cola Light, sieben Kugelschreibern, wovon drei vor Zorn wegen des nächsten blöden Einwurf bei den Vorbesprechungen zerbrochen wurden, drei Tage Urlaub, um im Oktober als Besichtigung schon mal nach Neustadt zu fahren und die vier Kisten Hefeweizen für ihren Mann Jan Siegl, um seine gestresste Frau zu ertragen. Nachdem diese notwendigen organisatorischen Angelegenheiten geklärt warenn, begannen wir mit der Raubtierfütterung, auch Essenfassen genannt. So gegen halb neun, als der eingeteilte Spüldienst, vor dem sich keiner der Kinder gedrückt hat, (hier auch Mal ein verstecktes Lob an unsere Kinder), konnte wahlweise das Viertelfinale Ghana - Uruquay auf der Leinwand verfolgt oder die Umgebung in kleinen Gruppe erkundet werden. Der Samstag begann wieder mit einem sehr umfangreichen Frühstück, welches über Kakao bis hin zum frisch gepressten O-Saft aus dem Aldi-Tetra Pack keine, zumindest getränketechnischen, Wünsche offen lies. Der nächste Spüldienst erledigte seine Aufgaben und die Vorfreude auf unseren Fußballtag beim FC Haarbrücken stieg an. Die Zeit bis zu unseren Shuttle Einsatz vertrieben sich die Kinder mit verschiedenen Aktivitäten, Nasenbohren, Pupsen, Federball, Fußball, Zing Zang Zong oder einfach nur mit Ausleben von Dummheiten, so wie es sich für eine Freizeit gehört. Der Empfang bei unseren Gastgebern, dem FC Haarbrücken viel sehr herzlich und überschwänglich aus, man hatte das Gefühl der Verein begrüßt die Nationalelf und nicht uns, die Sportfreunde Dankesrangers’74 Schwanheim. Vor dem ersten Spiel unserer E-2, wurden wir offiziell begrüßt und bekamen auch einen Vereinsteller mit einer Grußrede überreicht. Beim Einlaufen hatte auch noch jeder Spieler des Heimvereins eine Geschenktüte für unsere Kleinsten und deren Trainer, sehr tolle Geste, nach der Übergabe unseres Wimpels durch den Spielführer Joel Hanke, begann das erste Duell des Tages. Als gute Gäste "gaben" wir dieses Spiel mit 12:0 an den Gastgeber, man weiß ja schließlich was sich gehört. Als nächstes spielten zeitgleich unsere D1 Kleinfeld mit dem Ergebnis von 2:2 und ein Mix aus E1 und D2 der SFD Großfeld, welches wir mit 3:0 gewannen. Die B Jugend verstärkt mit dem Senior Frank Hintze im Tor, lies die höfliche Zurückhaltung fallen und gewann ihr Spiel mit 8:1(es war kein Torwartfehler). Nach den jeweiligen Spielen wurde die aufgebaute Wasserrutsche von unseren Mannschaften, auch der B-Jugend, bei 37 Grad extrem ausgiebig genutzt. Jetzt war es Zeit für das wichtigste Event des Tages. Das Viertelfinale Deutschland-Argentinien wofür extra, auch ein bisschen für uns, ein WM-Zelt aufgebaut wurde. Mit circa 200 Deutschland Fans und einem unverbesserlichem Maradona Fan im Original 78er WM-Trikot, der nicht genannt werden möchte. Selbstverständlich werden wir Alexander Schifferer seinen Wunsch hier respektieren. Erwähnt werden muss, das etwa beim Stande von 3:0 erste Sprechgesänge von ungefähr 70 Leuten das Ausziehen des Trikots forderten. Lustig ist noch der Hintergrund, das die Vereinstrikot des FC Haarbrücken den Argentinischen Trikot bis auf das Logo sehr ähnelten. Nach dem standesgemäßen 4:0 Sieg stand der letzte Höhepunkt des Tages an. Die Soma oder auch „Dritte“ genannt hatte ihr bis jetzt entlegenstes Spiel zu bestreiten. Auf einem Kleinfeld, verstärkt durch Florian Jones und Alekksandra Aleksic, kein Schreibfehler wirklich eine Frau, lies sich die Dritte wie es sich gehört, als gute Gäste mit 5:2 besiegen. Tore durch Alex Schifferer und Florian Jones. Getreu dem Motto: Das erste und letzte Spiel gehört dem Gastgeber. Nach dem weniger durch Kampf sondern mehr durch Spaß geprägtem sehr fairen und unterhaltsamen Spiel, wie es auch sein sollte ,begab sich die Dritte vertreten durch Frank, Andi, Jan S., Jan G., Aleks A., Alex Schifferer (der der nicht genannt werden wollte) sowie Florian Jones gemeinsam mit den Gewinnern an die Theke. Dort wurde versucht die Hitze von außen mit Flüssigkeit von innen zu neutralisieren.

Wir danken dem 1.FC Haarbücken für diesen, für uns unvergesslichen, rundum gelungenen Tag und wünschen uns allen, das es ein Wiedersehen gibt. Die Betreuung und Versorgung und der der Aufwand der für uns betrieben wurde, war für uns alle ein bisher nicht gekanntes Erlebnis und nicht nur die Betreuer sondern auch unsere Kinder und Jugendlichen werden diesen Tag lange im Gedächtnis behalten. Nach dem Abendessen, mit dem obligatorischen Spüldienst (er klappte immer noch) konnten die Kinder wieder mal machen was sie wollten und jeder ging zu Bett wann es ihm beliebte. So gegen 23.30 waren die letzten dann in der Falle und es kehrte Ruhe ein im Lager ein, diese wurde von den Betreuern dazu genutzt die Vorbereitung für die, auf Freizeiten traditionelle, Nachtwanderung zu treffen. So das sich gegen ein Uhr nachts der Trupp der geschminkten Verletzten, der an die Bäume gebundene, die Knallerbse und der aus dem Wald springende irre Holzfäller auf den Weg machten, ihre Positionen zu beziehen. Dem zärtlichen Weckruf der Vuvuzelas und Trillerpfeifen mit anschließender Beschallung in voller Lautstärke des Waldes, kamen die Kinder relativ zeitnah nach. Gut ausgerüstet und mit langer Kleidung machte sich die Jugendschar auf den Weg und die Betreuer hatten ihren Spaß, die Kinder übrigens auch. Als es irgendwann in den dunklen Wald ging, wurde von den Betreuern der Zusammenhalt unserer Gruppe bemerkt, indem sich ohne das eine Ansage geschaltet werden musste, die Großen sich sofort rührend um unsere Kurzen kümmerten. Hierbei wurde auch deutlich, dass unsere Kinder und Jugendlichen ein Ziel solcher Fahrten auch umsetzen konnten, nämlich die Gemeinschaft zu stärken und sich nicht nur als Mannschaft, sondern auch als Verein zu präsentieren und zu verhalten. Dafür noch einmal ein Dank an alle ehrenamtlichen Trainer und Betreuer, sowie engagierte Eltern im Verein, die unseren Kindern und Jugendlichen nicht nur Fußballspielen beibringen, sondern sie auch auf das Leben vorbereiten. Nach dem Ende der Wanderung fielen unsere Helden dann auch hundemüde in ihre Bett. Am Sonntagmorgen begann der Abbau, der auch wieder von allen mitgetragen wurde und so fand die Abfahrt planmäßig um 11 Uhr statt. Auch die geplante Ankunftszeit von 16 Uhr auf dem Sportplatz konnte bis auf die Bahnfahrer gehalten werden, auch hier unserer Dank an die DB für 2.5 Stunden Verspätung. Man kann sich halt wie immer auf die Bahn verlassen. Zu erwähnen ist noch das wir kein Kind irgendwo vergessen haben, kein Kind jemals alleine unterwegs war und wir bis auf Mückenstiche und Steinschlagschäden keine nennenswerten Verletzungen zu beklagen hatten. FAZIT: "SCHEE WARS!"

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